Arbeitsgruppe Therapiewissenschaften und Public Health

Angehörige der Gesundheitsfachberufe müssen sich auf steigende Qualifikationsansprüche und erweiterte bzw. neue Arbeitsfelder in der Gesundheitsversorgung vorbereiten. Zudem sollten die Gesundheitsfachberufe – neben dem individuellen Patientenbezug – vermehrt die Versorgung von Bevölkerungsgruppen in ihre Handlungsfelder einbeziehen (Public Health / gesundheitswissenschaftliche Perspektive). Dieser Bevölkerungsbezug ist z. B. wesentlich in Tätigkeitsbereichen wie Prävention und Gesundheitsförderung enthalten, die zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Die AG Therapiewissenschaften und Public Health widmet sich dieser gesundheitswissenschaftlichen Perspektive in seiner Bedeutung für die Professionalisierung durch Akademisierung und erarbeitet u. a. Empfehlungen zur Verankerung gesundheitswissenschaftlicher Inhalte in Studiengängen für Gesundheitsfachberufe. Zudem befasst sich die Arbeitsgruppe damit, wie sich professionelles Handeln durch die Public Health Perspektive verändert und welchen Beitrag die Gesundheitsfachberufe zu mehr Bevölkerungsgesundheit leisten.

Eine gesundheitswissenschaftliche Fundierung des praxisrelevanten Handelns von Professionellen im Gesundheitswesen stellt eine Möglichkeit der koordinierten Zusammenarbeit und Vernetzung der Gesundheitsfachberufe dar. Eine Public Health Orientierung auf die Gesundheit und Krankheit von Bevölkerungsgruppen erweitert zudem die therapeutische Perspektive, die eher auf Einzelne gerichtet ist, und stärkt daher auch die gesellschaftliche Wahrnehmung der Relevanz einer Professionalisierung der Gesundheitsfachberufe.

Sprecherinnen der AG: Maren Bredehorst, MPH, Ph.D.
Kontakt: info@hv-gesundheitsfachberufe.de


Am 27.11.2016 fand in Berlin das 16. Treffen der AG Therapiewissenschaften und Public Health statt.

Das Präventionsgesetz diente für dieses Treffen als Anlass, um über Fragen zur Verbindung von Therapieberufen und Prävention/Gesundheitsförderung nachzudenken. Der vorgeschaltete Austausch aktueller Entwicklungen reichte über verschiedenste Themen mit Bezug zu der Schnittstelle Therapiewissenschaften und Public Health:

  • Die gemeinsame Ausbildung von Gesundheitsfachleuten z. B. nach dem Modell der Health Universities
  • Die Auswirkungen des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes auf die Anschlussversorgung nach Krankenhausbehandlung
  • Neugründung der Dt. Gesellschaft für Physiotherapiewissenschaft
  • Arbeitsgruppe zu Gesundheitsfachberufen bei Cochrane
  • Zukunftsforum Public Health mit Anbindung an das RKI

Für ausführliche Informationen zu den einzelnen Punkten sind die Sprecherinnen der Gruppe gerne erreichbar. Das nächste Treffen wird im Herbst 2017 stattfinden.

Hinweise zu aktuellen Veranstaltungen der Fachkommissionen und Arbeitsgruppen finden Sie unter: