Gründung der IFDG Sektion Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen

Sehr geehrte Kolleg*innen,
die interdisziplinäre Fachgesellschaft für Didaktik Gesundheit e.V. (IFDG) verfolgt unter
anderem das Ziel, Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen im Bereich der Didaktik
Gesundheit zu fördern. Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass die IFDG Sektion
Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen dieses Anliegen seit November 2025 aktiv
vorantreibt.
Die Sektion verfolgt insbesondere folgende Ziele:
• Förderung der Vernetzung von Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen, die sich
mit didaktischen Themen und Fragestellungen im Bereich Gesundheit beschäftigen
• Beratung von Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen sowie Unterstützung bei der Vermittlung geeigneter Ansprechpersonen
• Stärkung der Sichtbarkeit von Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen im Feld der
Didaktik Gesundheit
Aktuell sind in der Sektion Wissenschaftler*innen aus den Bereichen Pflege, Physiotherapie
und Rettungswesen vertreten. Die Mitglieder befinden sich in unterschiedlichen
Qualifikationsphasen, die von der Arbeit am Exposé bis hin zur Postdoc-Phase reichen. Die
Sektion trifft sich viermal jährlich in einem digitalen Format und bearbeitet im Rahmen dieser Treffen unterschiedliche Themen. Die Inhalte der Treffen orientieren sich an den Interessen und Bedarfen der Mitglieder und werden gemeinschaftlich gestaltet.
Wir laden alle interessierten Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen, die sich mit
didaktischen Themen im Bereich Gesundheit beschäftigen, herzlich zur Teilnahme an einem Sektionstreffen ein. Wir würden uns über neue Mitglieder und ein weiteres Wachstum der Sektion freuen. Nehmen Sie gerne über die Geschäftsstelle der IFDG Kontakt mit uns auf:
info@didaktik-gesundheit.de

Mit herzlichen Grüßen

Ann Katrin Cordes           M.A. Sarah Reinecke, M.Sc.
Sprecherin der Sektion Stellv. Sprecherin der Sektion

Gesucht: Lehrende Physiotherapie f. Dissertationsprojekt | Osnabrück

Für ein Dissertationsprojekt zum Thema „Subjektive Theorien von
Personen, die in den Physiotherapie Studiengängen lehren“ sucht die Universität Osnabrück Teilnehmende.

Dokorandin Ann Katrin Cordes möchte herausfinden,
was die Lehrenden bei der Entwicklung ihrer Lehrveranstaltungen leitet und
untersucht im Zuge dessen auch, welche Rolle die berufliche bzw. akademische
Biografie bei der Entwicklung der Lehre spielt.

Nähere Informationen finden Sie im zugehörigen Projekt-Flyer.

Für Fragen und bei Interesse kontaktieren Sie gern Frau Cordes.

Nachlese: Symposium 25.11.25 „Gesundheitsberufe akademisieren: MehrWert für die Versorgung“ | Regensburg

Pressemitteilung

Symposium zeigt Bedeutung der Akademisierung für die Gesundheitsversorgung

Wer Hebamme werden will, muss dafür ein Studium an einer Hochschule absolvieren. Inzwischen steigt auch bei Pflegepersonal, Logopädinnen und Logopäden sowie Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten der Anteil der Hochschulabsolventinnen und -absolventen. Um die Zukunft der Gesundheitsberufe drehte sich nun ein Symposium an der OTH Regensburg.

Unter dem Titel „Gesundheitsberufe akademisieren – MehrWert für die Versorgung?“ fand am 25. November 2025 an der OTH Regensburg ein hochkarätig besetztes Symposium statt. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis diskutierten zentrale Fragen zur Zukunft der Gesundheitsberufe, zur Verbesserung der Versorgungsqualität und zu den Potenzialen akademischer Bildung im Gesundheitswesen. Die Veranstaltung wurde hybrid durchgeführt und stieß sowohl vor Ort als auch online auf großes Interesse.

Im Mittelpunkt stand der Impulsvortrag von Prof. Dr. Uta Gaidys, Mitglied des Wissenschaftsrats, die die Entwicklungen der vergangenen Jahre, Empfehlungen zur Disziplinbildung sowie die Bedeutung hochschulischer Qualifikationen im Gesundheitswesen einordnete. Sie verwies auf Herausforderungen wie die zunehmende Ambulantisierung, Personalknappheit, technische Entwicklungen und die weiterhin begrenzten Karrierewege für hochschulisch Qualifizierte in vielen Gesundheitsberufen.

In weiteren Vorträgen zeigten Prof. Dr. Andrea Pfingsten und Prof. Dr. Christiane Wissing von der OTH Regensburg anhand aktueller Studien, dass akademisch ausgebildete Gesundheitsfachpersonen messbar zur Verbesserung der Versorgungsqualität beitragen. Die durch eine hochschulische Ausbildung erweiterten Kompetenzen ermöglichen die Berücksichtigung von Wissen aus Forschung sowie die Einführung neuer Versorgungsmodelle wie den Direktzugang in der Physiotherapie und die heilkundlichen Aufgaben in der Pflege. So werden unter anderem verkürzte Behandlungszeiten und geringere Gesamtkosten erreicht.

Interdisziplinäre Strukturen an der OTH Regensburg als Motor für Innovationen

Der Präsident der OTH Regensburg, Prof. Dr. Ralph Schneider, unterstrich in seinem Grußwort die strategische Ausrichtung der Hochschule im Gesundheitsbereich. Dabei spielen insbesondere das Regensburg Center of Health Sciences and Technology (RCHST), das Institut für Sozialforschung und Technikfolgenabschätzung (IST) sowie das Regensburg Center of Biomedical Engineering (RCBE) eine Schlüsselrolle. Diese Einrichtungen bündeln Forschung und Lehre an den Schnittstellen von Gesundheit, Technik, Informatik und Sozialwissenschaften und bieten den Rahmen für innovative Projekte und praxisnahe Lösungen.

Ein weiterer Meilenstein ist das Promotionszentrum „Sozial- und gesundheitswissenschaftliche Gestaltung von Transformationsprozessen“, das Absolventinnen und Absolventen neue Möglichkeiten zur wissenschaftlichen Weiterqualifizierung bietet und die Disziplinbildung weiter stärkt.

Präsident Schneider betont gesellschaftlichen Mehrwert

Präsident Schneider betonte: „Wir erleben einen Wandel, der neue Antworten erfordert. Akademisch ausgebildete Gesundheitsfachkräfte leisten einen entscheidenden Beitrag dazu, die Versorgung innovativ, evidenzbasiert und zukunftsfähig zu gestalten.“

Die OTH Regensburg entwickelt ihre interdisziplinären Forschungs- und Ausbildungsstrukturen daher konsequent weiter, um die Gesundheitsversorgung der Region nachhaltig zu stärken.

In einer anschließenden Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Uta Gaidys, dem Physiotherapeuten und Praxisinhaber Thomas Nickl und der Logopädin Dietlinde Schrey-Dern wurde deutlich, dass die Akademisierung sowohl Chancen als auch Spannungsfelder mit sich bringt. Neben höheren Qualitätsstandards ging es auch um Fragen der Vergütung und Anerkennung im europäischen Ausland.

Nickl betonte aus eigener Erfahrung, wie wertvoll ein fundiertes wissenschaftliches Studium für die Patientenkommunikation und die berufliche Weiterentwicklung sei, auch wenn dies bisher in der Praxis nicht finanziell honoriert werde.

Das Symposium zeigte eindrucksvoll, wie wichtig die Akademisierung der Gesundheitsberufe für die Zukunft des deutschen Gesundheitssystems ist. Als besonderes Zeichen der Einigkeit und des Engagements ist hervorzuheben, dass sich in diesem Rahmen vier verschiedene Professionen zusammengefunden haben, um gemeinsam für die Akademisierung der Gesundheitsberufe einzutreten. Deutlich wurde auch: Fortschritte in Versorgungsqualität, Forschung und interdisziplinärer Zusammenarbeit sind nur möglich, wenn Hochschulen, Politik und Praxis gemeinsam an nachhaltigen Lösungen arbeiten.

Die Teilnehmenden des Symposiums waren sich einig: Die Akademisierung der Gesundheitsberufe ist ein wichtiger Schritt für eine qualitativ hochwertige Gesundheits-versorgung. V.l.: Kerstin Hartmann, Prof. Dr. Andrea Pfingsten, Prof. Dr. Uta Gaidys, Prof. Dr. Norina Lauer, Prof. Dr. Christiane Wissing und Prof. Dr. Ralph Schneider                                          Foto: OTH Regensburg/Simone Grebler

Das hybrid organisierte Symposium stieß auf großes Interesse. Sowohl vor Ort als auch online wurde viel diskutiert.

 

 

 

Foto: OTH Regensburg/Simone Grebler

Promotions-Stipendien: Berufsforschung Therapieberufe

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg (IAB) schreibt wieder sieben Promotions-Stipendien für Arbeitsmarkt-, Berufs- und Sozialpolitikforschung aus, dieses Jahr zum ersten Mal auch für qualitativ Forschende (siehe Anhang).

Bewerbungsschluss ist der 15. März 2024, Förderbeginn ist der 1. Oktober 2024. Das Programm schließt neben der Betreuung der Dissertation und einer monatlichen Förderung von derzeit 1.600,- Euro spezifische Weiterbildungsmodule, die Förderung von Publikationen und Konferenzteilnahmen und u.U. gesondert vergütete praktische Forschungsmitarbeit ein. Die Einladung richtet sich an herausragende Graduierte aus Ökonomie, Soziologie und anderen Sozialwissenschaften, die sich empirisch mit für das Forschungsfeld des IAB relevanten Fragestellungen befassen. Qualitative und quantitative Ansätze sind willkommen. Arbeitssprache ist Englisch. Detaillierte Informationen finden Sie unter https://iab.de/en/gradab/application/ .

Promotionsunterstützung in den Therapieberufen

Die Fachkommission (FK) Forschung des Hochschulverbundes Gesundheitsfachberufe (HVG) hat eine Übersicht von Wissenschaftler*innen erstellt, die in Deutschland Promotionsinteressierte in den Therapieberufen beraten und ggf. als Hochschullehrende auch betreuen würden.

Diese Liste enthält Kontaktmöglichkeiten und Forschungsschwerpunkte von den jeweiligen Wissenschaftler*innen.