DGEW Online-Forum 26.02.2026 | Programm

„Forschung in der Ergotherapie – Wege, Promotionsprojekte, Perspektiven“

26. Februar 2026 | 14:00 – 17:30 Uhr | Online | Kostenfrei

Ergotherapie trifft Wissenschaft:

Wir laden herzlich zum Forum „Forschung in der Ergotherapie – Wege, Promotionsprojekte, Perspektiven“ ein!
Die Veranstaltung bietet eine Bühne für Ergotherapeut*innen, die sich wissenschaftlich
engagieren und ihre Promotionsprojekte vorstellen möchten.

Was erwartet Sie?
• Inspirierende Einblicke in aktuelle Promotionsprojekte
• Austausch mit Kolleg*innen aus der Forschung
• Ein hochkarätiger Hauptvortrag von Dr. Sebastian Voigt-Radloff
Sie promovieren im Bereich Ergotherapie?
Dann reichen Sie ein kurzes Abstract zu Ihrem Projekt ein!

👉 Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann melden Sie sich hier an:
🔗 https://eveeno.com/535600642?testcode=5ffcfdbff5a6178e2b2ed3d1c4bd7619

Hier finden Sie das Programm und weitere Informationen.

W2-Professur: Empirische Gesundheitsforschung m. Schwerpunkt Physiotherapie | Regensburg

Die OTH Regensburg besetzt zum nächstmöglichen Zeitpunkt

eine Professur für Empirische Gesundheitsforschung mit dem Schwerpunkt Physiotherapie

Das erwartet Sie:

  • Interdisziplinäre Lehrtätigkeit in den Bachelor- und Masterstudiengängen der Fakultät, insbesondere in den gesundheitswissenschaftlichen Studiengängen
  • Lehre im Bereich der Forschungsmethoden und Physiotherapie
  • Aktive Mitarbeit an der inhaltlichen Gestaltung und Weiterentwicklung von Studiengängen
  • Mitwirkung in der akademischen Selbstverwaltung

Das bringen Sie mit:

  • Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung Physiotherapeutin oder Physiotherapeut
  • Engagement für den Akademisierungsprozess der Gesundheitsberufe
  • sowie die Bereitschaft für Online-Lehre und Lehrveranstaltungen in englischer Sprache, weiterhin gerne:
  • Lehrerfahrung
  • Forschungsinteresse

Ihr Kontakt

Fachliche Ansprechperson: Frau Prof. Dr. Katharina Lehner (katharina.lehner@oth-regensburg.de)

Frauenbeauftragte der Fakultät: Frau Prof. Dr. Andrea Pfingsten (andrea.pfingsten@oth-regensburg.de)

Nähere Informationen erhalten Sie hier. 
Bewerbungsschluss: 15.02.2026

Nachlese: Symposium 25.11.25 „Gesundheitsberufe akademisieren: MehrWert für die Versorgung“ | Regensburg

Pressemitteilung

Symposium zeigt Bedeutung der Akademisierung für die Gesundheitsversorgung

Wer Hebamme werden will, muss dafür ein Studium an einer Hochschule absolvieren. Inzwischen steigt auch bei Pflegepersonal, Logopädinnen und Logopäden sowie Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten der Anteil der Hochschulabsolventinnen und -absolventen. Um die Zukunft der Gesundheitsberufe drehte sich nun ein Symposium an der OTH Regensburg.

Unter dem Titel „Gesundheitsberufe akademisieren – MehrWert für die Versorgung?“ fand am 25. November 2025 an der OTH Regensburg ein hochkarätig besetztes Symposium statt. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis diskutierten zentrale Fragen zur Zukunft der Gesundheitsberufe, zur Verbesserung der Versorgungsqualität und zu den Potenzialen akademischer Bildung im Gesundheitswesen. Die Veranstaltung wurde hybrid durchgeführt und stieß sowohl vor Ort als auch online auf großes Interesse.

Im Mittelpunkt stand der Impulsvortrag von Prof. Dr. Uta Gaidys, Mitglied des Wissenschaftsrats, die die Entwicklungen der vergangenen Jahre, Empfehlungen zur Disziplinbildung sowie die Bedeutung hochschulischer Qualifikationen im Gesundheitswesen einordnete. Sie verwies auf Herausforderungen wie die zunehmende Ambulantisierung, Personalknappheit, technische Entwicklungen und die weiterhin begrenzten Karrierewege für hochschulisch Qualifizierte in vielen Gesundheitsberufen.

In weiteren Vorträgen zeigten Prof. Dr. Andrea Pfingsten und Prof. Dr. Christiane Wissing von der OTH Regensburg anhand aktueller Studien, dass akademisch ausgebildete Gesundheitsfachpersonen messbar zur Verbesserung der Versorgungsqualität beitragen. Die durch eine hochschulische Ausbildung erweiterten Kompetenzen ermöglichen die Berücksichtigung von Wissen aus Forschung sowie die Einführung neuer Versorgungsmodelle wie den Direktzugang in der Physiotherapie und die heilkundlichen Aufgaben in der Pflege. So werden unter anderem verkürzte Behandlungszeiten und geringere Gesamtkosten erreicht.

Interdisziplinäre Strukturen an der OTH Regensburg als Motor für Innovationen

Der Präsident der OTH Regensburg, Prof. Dr. Ralph Schneider, unterstrich in seinem Grußwort die strategische Ausrichtung der Hochschule im Gesundheitsbereich. Dabei spielen insbesondere das Regensburg Center of Health Sciences and Technology (RCHST), das Institut für Sozialforschung und Technikfolgenabschätzung (IST) sowie das Regensburg Center of Biomedical Engineering (RCBE) eine Schlüsselrolle. Diese Einrichtungen bündeln Forschung und Lehre an den Schnittstellen von Gesundheit, Technik, Informatik und Sozialwissenschaften und bieten den Rahmen für innovative Projekte und praxisnahe Lösungen.

Ein weiterer Meilenstein ist das Promotionszentrum „Sozial- und gesundheitswissenschaftliche Gestaltung von Transformationsprozessen“, das Absolventinnen und Absolventen neue Möglichkeiten zur wissenschaftlichen Weiterqualifizierung bietet und die Disziplinbildung weiter stärkt.

Präsident Schneider betont gesellschaftlichen Mehrwert

Präsident Schneider betonte: „Wir erleben einen Wandel, der neue Antworten erfordert. Akademisch ausgebildete Gesundheitsfachkräfte leisten einen entscheidenden Beitrag dazu, die Versorgung innovativ, evidenzbasiert und zukunftsfähig zu gestalten.“

Die OTH Regensburg entwickelt ihre interdisziplinären Forschungs- und Ausbildungsstrukturen daher konsequent weiter, um die Gesundheitsversorgung der Region nachhaltig zu stärken.

In einer anschließenden Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Uta Gaidys, dem Physiotherapeuten und Praxisinhaber Thomas Nickl und der Logopädin Dietlinde Schrey-Dern wurde deutlich, dass die Akademisierung sowohl Chancen als auch Spannungsfelder mit sich bringt. Neben höheren Qualitätsstandards ging es auch um Fragen der Vergütung und Anerkennung im europäischen Ausland.

Nickl betonte aus eigener Erfahrung, wie wertvoll ein fundiertes wissenschaftliches Studium für die Patientenkommunikation und die berufliche Weiterentwicklung sei, auch wenn dies bisher in der Praxis nicht finanziell honoriert werde.

Das Symposium zeigte eindrucksvoll, wie wichtig die Akademisierung der Gesundheitsberufe für die Zukunft des deutschen Gesundheitssystems ist. Als besonderes Zeichen der Einigkeit und des Engagements ist hervorzuheben, dass sich in diesem Rahmen vier verschiedene Professionen zusammengefunden haben, um gemeinsam für die Akademisierung der Gesundheitsberufe einzutreten. Deutlich wurde auch: Fortschritte in Versorgungsqualität, Forschung und interdisziplinärer Zusammenarbeit sind nur möglich, wenn Hochschulen, Politik und Praxis gemeinsam an nachhaltigen Lösungen arbeiten.

Die Teilnehmenden des Symposiums waren sich einig: Die Akademisierung der Gesundheitsberufe ist ein wichtiger Schritt für eine qualitativ hochwertige Gesundheits-versorgung. V.l.: Kerstin Hartmann, Prof. Dr. Andrea Pfingsten, Prof. Dr. Uta Gaidys, Prof. Dr. Norina Lauer, Prof. Dr. Christiane Wissing und Prof. Dr. Ralph Schneider                                          Foto: OTH Regensburg/Simone Grebler

Das hybrid organisierte Symposium stieß auf großes Interesse. Sowohl vor Ort als auch online wurde viel diskutiert.

 

 

 

Foto: OTH Regensburg/Simone Grebler

Dreiländertagung 23.-25.09.26 | Hildesheim

Sehr geehrte Kolleg*innen,

in einer Zeit, in der die Gesundheitsberufe vor großen Herausforderungen stehen, suchen wir nach neuen Lösungen und Strategien, um die Gesundheitsversorgung der Zukunft gemeinsam zu gestalten. Die VFWG Dreiländertagung vom 23. – 25.09.2026 an der HAWK in Hildesheim steht unter dem Motto „Gemeinsam Gesundheitsversorgung gestalten – Zwischen Utopie und etablierter Praxis“.

Wir wollen Fachpersonen der Gesundheitsberufe aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammenbringen, um Themen der Theorieentwicklung, Versorgungsforschung und Lehre zu diskutieren und eine Plattform für interdisziplinären Austausch und Vernetzung zu bieten.

Ebenso willkommen wäre es, wenn Sie diese Information auch über Ihre Kanäle streuen.

Für Nachfragen stehen wir Ihnen unter der E-Mail Adresse dreilaendertagung26.fs@hawk.de gerne zur Verfügung. Weitere Informationen zur Dreiländertagung sowie zur Anmeldung folgen Anfang nächsten Jahres, sobald das Tagungsprogramm erstellt ist.

Mit besten Grüßen aus Hildesheim,

Axel Schäfer und Hendrike Frieg für das Team der Dreiländertagung 2026

Positionspapier Bündnis Therapieberufe: Perspektiven schaffen

Nach mehr als 25 Jahren Stagnation – Perspektiven schaffen

Mit dem Aufruf „Neuausrichtung durch konsequente Akademisierung!“ wirft das Bündnis Therapieberufe an die Hochschulen einen Blick zurück und nach vorne. Denn: Die Therapieberufe Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie sind unverzichtbar für die Versorgung von Patientinnen und Patienten! Unser Ziel: den politischen Entscheidungsträger*innen den dringenden Handlungsbedarf zu verdeutlichen, dass eine konsequente akademische Ausbildung den Weg zu einer starken und zukunftsfähigen Patientenversorgung öffnet.

„Obwohl das Thema seit Jahren auf der politischen Agenda steht, haben die bisherigen Schritte keine verlässliche Perspektive für zeitgemäße akademische Ausbildungen geschaffen, die die Grundlage einer zukunftsfähigen therapeutischen Versorgung der Menschen in Deutschland bilden“, betont Prof. Dr. Bernhard Borgetto, Sprecher des Bündnis Therapieberufe an die Hochschulen. „Im Gegenteil: unklare Finanzierung, Fortführung von parallelen Ausbildungsstrukturen und auf dem Status quo basierende Empfehlungen schaden den Menschen und dem Gesundheitssystem“.

Das Bündnis Therapieberufe an die Hochschulen fordert die politischen Akteure auf:

  • Schaffen Sie umgehend eine gesetzliche Grundlage für die flächendeckende hochschulische Ausbildung in den Therapieberufen Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie – verpflichtend nach international etablierten Standards und mit verbindlicher Perspektive auf eine vollständige Akademisierung!
  • Stellen Sie sicher, dass Bund und Länder gemeinsam ein Finanzierungssystem etablieren, das den Ausbau berufsqualifizierender Studiengänge unterstützt!
  • Fördern Sie Begleitforschung zur Evaluation des Akademisierungsprozesses, um mittelfristig evidenzbasierte Entscheidungen treffen zu können!

Ein Blick zurück

Die gesetzlichen Grundlagen der Therapieberufe sind veraltet: Für die Ergotherapie stammen sie aus dem Jahr 1976, für die Logopädie aus dem Jahr 1980 und für die Physiotherapie aus dem Jahr 1994. Obwohl die Politik seit Langem in der Pflicht steht, diese Regelungen an zeitgemäße Bildungsstandards sowie an die fachinternen Weiterentwicklungen anzupassen, ist bislang kaum etwas passiert. Damit wird auch die Weiterentwicklung der therapeutischen Versorgung erheblich ausgebremst.

Ein Blick nach vorne

Patient*innen haben ein Recht auf eine zukunftssichere und effiziente therapeutische Versorgung. Damit dies gewährleistet werden kann, haben Berufsangehörige und zukünftige Therapeut*innen ein Recht auf Ausbildungen, die wissenschaftlich fundiert sind und internationalen akademischen Standards entsprechen.

Neue Berufsgesetze für die Therapieberufe sind eine Investition in die Zukunft der gesundheitlichen Versorgung. Sie bedeuten für die berufserfahrenen Therapeut*innen eine längst überfällige Anerkennung ihrer Professionalität, für den Nachwuchs die Chance auf eine zeitgemäße, zukunftsfähige akademische Ausbildung und für Patient*innen die Sicherheit einer bestmöglichen Versorgung nach aktuellen wissenschaftlichen Standards.

Sehen Sie sich hier den vom Bündnis erstellten Zeitstrahl an.